"...UND NEHMEN DAS ALLES NICHT NUR SO HIN, SONDERN HINTERFRAGEN GANZ VIEL."

Maurice: Mein Name ist Maurice Janich, ich bin Pädagoge und Visualisierungstherapeut. Ich arbeite mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und heute habe ich die 14-jährige Schülerin Isabell hier bei mir, den Namen haben wir ihr heute gegeben. Isabell hat einen IQ von 129 und ist hochbegabt. Ich freue mich sehr, dass du heute da bist- Hallo Isabell!

Isabell: Hallo, ich freue mich auch sehr!

Maurice: Isabell, ich habe es mir in der Corona-Zeit zur Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendliche zum Thema „Maske tragen in der Schule“ zu interviewen und wir beiden haben ja im Vorfeld schon miteinander gesprochen und da hast du mir erzählt, dass du zu Beginn eine Maske getragen hast, aber mittlerweile hast du eine Befreiung und trägst keine Maske mehr.

 

Isabell: Genauso sieht‘s aus.

 

Maurice: Sehr gut, dann lass uns mal zurückspringen in die Vergangenheit. Dahin, wo du noch eine Maske getragen hast. Kannst du mir kurz beschreiben, wie du dich da gefühlt hast und welche Gedanken vielleicht auch in dir aufgetaucht sind?

Isabell: Ja, also ich habe mich auf jeden Fall extrem eingeschränkt gefühlt mit der Maske und auch psychisch ging es mir deshalb überhaupt nicht gut. Aber es gab auch körperliche Symptome, also ich habe zum Beispiel extreme Kopfschmerzen bekommen, Atemnot und so und hab mich teilweise auch so gefühlt, als würde ich gleich einschlafen, weil mich das einfach so schlapp und müde gemacht hat. Aber ja, vor allem psychisch hat mich das extrem belastet irgendwie. Ja, es war einfach kein schönes Gefühl so ein Stück Stoff um Gesicht zu haben, wodurch man dann atmen muss. Also ja, ich habe mich vor allem extrem eingeschränkt gefühlt.

Maurice: Okay, und die Symptome, wenn ich das richtig rausgehört habe, waren Müdigkeit, Kopfschmerzen und Atemnot?

 

Isabell: Genau.

 

Maurice: Und seit wann hast du jetzt deine Befreiung ungefähr?

 

Isabell: Ich glaube, ungefähr seit einem oder eineinhalb Monaten oder so.

 

Maurice: Und wie geht's dir jetzt damit, dass du keine Maske mehr tragen musst?

 

Isabell: Also viel besser schonmal. Mir geht‘s psychisch besser und natürlich sind auch diese ganzen körperlichen Symptome nicht mehr da. Aber es fühlt sich halt trotzdem noch ein bisschen blöd an, auch in der Schule - da bin ich tatsächlich die einzige, die keine Maske trägt und da fühlt man sich schon ausgeschlossen und so ein bisschen alleine. Ein bisschen wie ein Außerirdischer. Ich finde es auch total schlimm, die ganze Zeit Menschen mit Maske zu sehen, weil das belastet mich psychisch schon extrem. Auch wenn man die Mimik gar nicht mehr erkennen kann und gar nicht weiß, ob einem jemand unter der Maske jetzt anlächelt oder eine Grimasse schneidet. Das ist schon extrem blöd und belastet mich psychisch.

 

Maurice: Warum hast du damals die Maske getragen? Aus welchen Gründen?

 

Isabell: Also vor allem halt, weil ich sonst bestraft worden wäre. Ich weiß gar nicht, ob ich da überhaupt noch zur Schule gedurft hätte, wenn ich ohne Attest keine Maske getragen hätte. Also vor allem aus Angst vor Bestrafung.

 

Maurice: Und, Isabell, woher bekommst du deine Informationen bezüglich Corona?

 

Isabell: Also bei uns in der Familie diskutieren wir da im Moment extrem viel darüber und wir informieren uns extrem vielseitig, sag ich jetzt mal. Wir schauen uns da ganz verschiedene Studien an, Artikel, Berichte. Und hinterfragen das auch - also auch kritisch und so. Und wir informieren uns auch nicht nur über die Mainstream-Medien, sondern über ganz verschiedene, auch alternative Medien. Ja, wir diskutieren auch ganz viel kritisch darüber und nehmen das alles nicht nur so hin, sondern hinterfragen ganz viel.

 

Maurice: Das heißt, ihr recherchiert, ihr reflektiert und ihr diskutiert?

Isabell: Genau.

 

Maurice: Wie wichtig ist das für dich? Findest du, dass sollten vielleicht alle machen, oder eher nicht so?

 

Isabell: Also ich finde auf jeden Fall, das das extrem wichtig ist, dass man nicht immer alles bloß hinnimmt und sich denkt ja, jetzt sagen die das, dann wird das schon richtig sein, sondern dass man aus verschiedenen Quellen verschiedene Informationen analysiert und vergleicht. Und es gibt so viele Menschen, die das heutzutage einfach nicht machen. Und das finde ich schon auch schwierig irgendwie, weil ich finde, das sollte man einfach machen. Also ja, aus meiner Sicht ist das extrem wichtig.

 

Maurice: Es geht ja heute nicht um mich, aber aus meiner Sicht ist das auch sehr wichtig und das wäre Eigenverantwortung, oder?

 

Isabell: Auf jeden Fall, Eigenverantwortung ist das richtige Wort dafür.

 

Maurice: Jetzt sind wir gerade schon bei der nächsten Frage: Wie siehst du das? Also ich meine, es spaltet sich ja gerade die Gesellschaft in zwei Lager, die einen sind für die Maßnahmen, die anderen sind gegen die Maßnahmen. Erzähl mal aus deiner Sicht, gibt es da eine Möglichkeit, wie man das aufhalten kann oder wie man die Menschen wieder zusammenbringen kann? Und welche Eigenschaften müssen Menschen mitbringen, um das wieder zu schaffen, was müssten sie vielleicht tun und anders machen?

 

Isabell: Also ich finde es halt extrem traurig, dass sich die Menschheit gerade in so zwei Teile spaltet, weil eigentlich wollen wir ja alle bloß, dass dieser ganze Spuk so bald wie möglich wieder vorbei ist. Ich meine, die einen haben Angst vorm Virus und wollen, dass der halt vorbei ist und die anderen wollen halt, dass die Maßnahmen so schnell wie möglich wieder ein Ende finden. Aber eigentlich sind wir alle bloß gegen Corona und wollen, dass das aufhört. Und deswegen finde ich es auch so traurig, dass wir nicht einfach alle zusammen halten und gemeinsam kämpfen. Ich find’s einfach total schlimm. Das merke ich auch an meiner Klasse. Die sind da alle komplett unkritisch und hinterfragen gar nicht und nehmen einfach alles aus den Mainstream-Medien genau so hin, wie das die Politiker und Journalisten so erzählen.

 

Maurice: Hast du denn das Gefühl, dass du dich mit diesen Kindern unterhalten kannst, diskutieren kannst?

 

Isabell: Teilweise ja, teilweise sind die da auch relativ offen für neue Meinungen, aber die Meisten sind tatsächlich so, da ist es total egal, was man sagt, die beharren trotzdem auf ihrer Meinung. Ganz egal was man denen sagt und mit welchen Argumenten man kommt, die hören da einfach nicht drauf, sondern sind da einfach komplett von ihrem Zeug überzeugt und dass alle rechts sind usw. Und denen ist dann auch total egal, was man sagt. Die Meisten sind da eher so ein bisschen fest gefahren auf ihrer eigenen Meinung und lassen sich da auch nicht überzeugen, rumkriegen, was auch immer…ich will jetzt auch niemanden rumkriegen und die Meinung von anderen Menschen irgendwie klein reden, aber ich finde es halt einfach wichtig, dass man aufklärt und dass es halt kein krass schlimmes, tödliches Monstervirus ist, was hier gerade auf dieser Welt herrscht und alle umbringt, sondern dass man halt auch mal…dass sich die anderen Menschen, die jetzt noch nicht hinterfragen, dass die sich halt auch einfach mal die Zahlen anschauen und schauen, dass es halt einfach nicht so gefährlich ist, wie das in den Medien so rüber gebracht wird.

 

Maurice: Ja, Isabell, ich sehe das ähnlich wie du. Ich schaue zwar kein Fernsehen, aber im Internet kann man sich auch die ein oder andere Sendung anschauen, ARD, ZDF usw. Wenn ich mir dort die Berichte anschaue, dann bekomme ich auch Angst, was dort präsentiert wird. Wenn ich danach gehe, ist es wirklich ein tödliches Killer Virus, was uns alle umbringt. Wenn ich wirklich recherchiere, dann sagen die Zahlen etwas ganz anderes. Würdest du sagen, dass das auch zu dieser Spaltung beiträgt, dass man sagen kann, aufgrund dessen, dass sich viele einfach gar nicht informieren und einfach nur konsumieren, entsteht so eine Spaltung. Weil man dann eben nicht mehr zusammen findet. Das ist dann quasi wie in einer Partnerschaft. Wenn der eine Mensch sich ständig entwickelt und der Andere stehen bleibt, dann funktioniert das irgendwann nicht mehr zusammen.

 

Isabell: Ich glaube tatsächlich, dass das der krasseste Grund für diese Spaltung ist, auf jeden Fall. Wenn man sich einfach diese Fernsehberichte anschaut, dann denkt man, das ist ein krass tödliches Virus. Und natürlich möchte man dann die anderen Menschen um sich herum und sich selbst auch schützen und diese ganzen Maßnahmen einhalten, weil man möchte nicht egoistisch sein und nicht blöd da stehen, wenn man keine Maske trägt und deshalb Menschenleben gefährdet. Die Zahlen im Fernsehen bringen das ja auch so rüber, dass es halt ein krasses Virus ist, was alle tötet. Aber wenn man sich mal damit befasst, dann ist es überhaupt nicht schlimm, wie es dargestellt wird.

Maurice: Isabell jetzt hast du vorhin schon gesagt, dass du niemanden überzeugen willst. Wie kriegen wir das denn hin, dass wir die Leute zum nachdenken bringen? Das sollten wir ja tun, oder? Wir sollten nicht Missionieren, weil wenn man versucht jemanden von etwas zu überzeugen, dann geht er eigentlich immer in die Abwehrhaltung und deswegen sollten wir gucken, das wir den Menschen Anregungen geben. Wie denkst du, kann man das ganz gut machen, oder wie machst du das persönlich?

Isabell: Also ich finde, Fragen stellen ist immer eine gute Option, weil da gibt man den Menschen nicht vor, was sie denken sollen, sondern regt sie halt im besten Fall einfach zum Nachdenken an. Ich glaube, mit Fragen kann man ganz viel erreichen, wenn man es richtig macht, wenn man die richtigen Fragen stellt.

Maurice: Das sehe ich ganz genau so. Liebe Isabell, ich danke dir von ganzem Herzen für das tolle Interview und für deine Zeit. Für mich war das wirklich ein sehr inspirierendes Gespräch mit dir.

 

Isabell: Das freut mich sehr. Danke dir auch. Das ist total toll, dass du Kindern und Jugendlichen eine Stimme gibst und das an die Öffentlichkeit bringst, dass das an die Oberfläche kommt. Das finde ich sehr toll und dafür bin ich dir sehr dankbar. Hab ganz lieben Dank.

Maurice: Sehr, sehr gern. Dann schließe ich ab damit, dass ich finde, dass immer mehr Menschen recherchieren, reflektieren und miteinander diskutieren sollten, um, anstatt von einander weg, wieder zusammen zu finden.