Worte

 

Wir alle kennen sie. Die Worte. Wir alle nutzen sie. Aber sind wir uns ihrer Macht wirklich bewusst? 

Ein Wort kann alles verändern. Es kann ein Gefühl hervorrufen. Es kann ein Bild zeichnen. 

Jedes Wirt hat eine Bedeutung. Im Grunde sind es eher zwei. Eine, die im Duden steht, eine emotionslose, rein wissenschaftliche, harte. Doch es gibt auch noch eine andere. Eine persönliche, die ab Erfahrungen und Träume geknüpft ist. Aber auch an den Charakter. Der Sprecher trägt auch dazu bei, wie man ein Wort wahrnimmt. Eine Absicht zum Beispiel. 

 

Worte können Hoffnung schenken, aber sie auch wieder zerstören. Sie können verletzen, aber auch heilen. Und manchmal bedarf es keiner Worte. Ein Blick reicht, manchmal auch eine Umarmung. Dann braucht man sie nicht. Denn in erster Linie sind sie vor allem eines: ein Träger. Egal, ob sie Wissen weitergeben oder ein Gefühl, ein Bild, eine Erinnerung. Sie tragen unsere Langeweile, unsere Liebe, unsere Trauer, unsere Verletzlichkeit, unsere Stärke oder unsere Sehnsucht von einem zum anderen. Sie täuschen aber auch. Sie täuschen über unsere Stärke oder unsere wahren Gefühle hinweg. Sie fügen anderen Schmerzen zu oder nehmen sie auf. 

In der Schule kehrt man uns wissen durch Worte, deren Bedeutung wir erst lernen müssen. Kalte, tote Worte. Doch das Leben spricht eine ganz andere Sprache. 

Unser erstes Wort ist etwas ganz besonderes und bleibt lange in Erinnerung. Wenn auch nicht bei uns. Aber bei anderen. Doch solche Worte werden viel zu selten gesprochen. Worte, die wirklich zählen, die etwas verändern. 

Uns sind viele solcher Phrasen bekannt. Aber sie sind oft nicht mehr als das: Phrasen, die man bei Bedarf rauskramt und runterleiert. Worte, wie „Ich liebe dich“, „Ich hasse dich“ oder „Du musst...“, werden gedankenlos verwendet. Unwissend, was das bei anderen auslöst. 

Oft entscheiden wir uns relativ schnell um. In einem Moment heißt es noch mit aller Überzeugung „Ich liebe dich“ und kurze Zeit ist es einem egal, weil etwas Neues aufgetaucht ist, dass wichtiger für uns ist. In einem solchen Moment erinnern wir uns oft an den Anfang. Und erkennen, was wir unterbewusst schon vermutet haben. Dass es so läuft. Auch der Ton macht einen Unterschied. In vielen Büchern gibt es Prüfungen. Oft lesen wir dann „Du musst es auch so meinen!“. Doch beziehen wir das nur auf das Buch und realisieren nicht, was es auch für uns bedeutet. 

Vor allem, wenn wir es wirklich so meinen, können Worte so viel. Sie können motivieren, verletzen, Trauer hervorrufen, aber auch Glücksgefühlen. Manche Worte vergisst man sein Leben lang nicht, weil es Worte sind, auf die man sehnsüchtig gewartet hat. Oder weil sie von Weisheit zeugen und uns beeindrucken. Manche Worte sind so alt, dass wir nicht mal mehr wissen, woher sie stammen. Und doch stimmen sie immer noch. Weil diese Worte aus dem Herzen kommen. Weil sie an Erinnerungen rütteln, weil sie sie wieder wachrufen. 

Weil Worte eine Macht über uns haben, der wir uns oft gar nicht bewusst sind.


Text: Juli, 15

Sprecherin: Luisa, 14

 

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