"Die Kinder werden Situationen ausgesetzt, die sie eigentlich krank machen und es wird ihnen v.a. eins genommen: der kindliche Lebensraum, der kindliche Spielraum, die kindliche Freude."

Herr Janich: Mein Name ist Maurice Janich. Ich bin Pädagoge und Visualisierungstherapeut.

 

Heute habe ich einen Lehrer bei mir, der sich bei mir gemeldet hat, um einfach mal zu berichten, wie es innerhalb seiner Schule abläuft, denn wir haben ja immer nur den Blick von außen und haben keinen richtigen Einblick. Deswegen freue ich mich heute sehr, dass er da ist. Ich weiß gar nicht. Wir haben gar nicht abgeklärt, ob ich Ihren Namen nennen darf. Aber Sie können sich einfach selbst vorstellen mit einem Namen, der Ihnen beliebt, weil Sie möchten gerne anonym bleiben. Das finde ich vollkommen in Ordnung. Jetzt erst mal herzlich willkommen und schön, dass Sie da sind.

 

Herr Kessler: Ja, guten Abend Herr Janich. Die Zeit, wie sie gerade sich ereignet, ist für alle Beteiligten eine sehr erschütternde Zeit. Von der Situation der Kinder her gesehen in den Schulen: Die Kinder sind einem Geschehen ausgeliefert, wo sie zunächst mal davon ausgehen, dass, was die Erwachsenen hier machen, dass das im besten Sinne für sie ist. 

 

Aber es ist so, dass diese ganze Atmosphäre unglaublich geprägt ist von Phänomenen der Angst, von Phänomenen der Einengung, der Indoktrinierung, der Intentionalität, die für die Kinder als Lebensatmosphäre unglaublich schwer ist. 

 

Das Ganze kommt von einer Richtung her, wo ein Krankheitsgeschehen die Menschheit quasi überstürzt hat, sag ich mal, und man könnte davon ausgehen, dass normalerweise führende Persönlichkeiten in den Staaten die Aufgabe haben, in einer neuen Situation, die zunächst mal scheinbar sehr schwer, bedrängend und bedrohend ist, dass gerade die Führungspersonen aufgerufen sind, sehr besonnen damit umzugehen, um der Bevölkerung zu helfen, einen guten Weg damit zu finden. 

 

Hier fand aber genau das Gegenteil statt, bis in die Strategievorgabe der Regierung und Regierungen, auch der WHO, dass sozusagen durch Schockwirkungen, durch das Produzieren und Hervorrufen von Angst, die Menschen gesteuert werden sollen. Das haben die auch schriftlich niedergelegt. [Quelle: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2020/corona/szenarienpapier-covid19.pdf?__blob=publicationFile&v=6]

 

Und das ist etwas, was schon das 1. große Fragezeichen aufwirft: Was geschieht hier eigentlich und zu welchem Zwecke? Wir wissen aus der Vergangenheit, dass immer dann, wenn Menschen unlautere Ziele hatten, dann haben sie sich der Angst als Steuerungsmittel bedient, um die Menschen zu dem hin zu steuern, wo sie hinsteuern wollten. 

 

Und das ist leider in dem derzeitigen Geschehen – drängt sich nicht nur auf, sondern die Sachlage wird immer deutlicher, dass hier mittels der Angst Dinge erzielt werden sollen, die letztlich gar nicht um die Gesundheit der Menschen gehen.

 

Das ist erst mal so einer kurzer Bogen, was das gröbere Zeitgeschehen ist und jetzt schlägt das natürlich über die Verordnungen voll in die Schulen hinein. Den Kindern wird der kindliche Lebensraum geraubt. Sie müssen eine Maske tragen. Das wird mit allem Möglichen begründet.

 

Aber es gibt bis heute keine einzige evidenzbasierte Studie, die zeigt, dass das Sinn macht, dass das gesundheitlich verantwortbar ist. Aber es gibt viele Studien, die ganz deutlich aufzeigen, dass das gesundheitlich höchst problematisch ist und zugleich ist von der medizinischen Seite her, weiß man, man trägt die bei den OPs, um Bakterien zu verhindern, aber es gibt genügend Fachleute, die sagen Viren, wenn es die in der Form gibt, können die gar nicht verhindern, weil die viel zu klein sind. 

 

D.h. die Masken haben eigentlich überhaupt keinen Sinn. Das wissen auch die Politiker. Das haben sie nämlich anfangs formuliert und tun aber trotzdem andere Direktiven geben. Das zeigt, dass hier ganz andere Intentionen vorliegen. 

 

D.h., die Kinder sind hier einem Geschehen ausgesetzt, das völlig ihrer Gesundheit entgegengeht, auch die ganzen Maßnahmen – jetzt soll im Winter gelüftet werden usw.. 

 

Die Kinder werden Situationen ausgesetzt, die sie eigentlich krank machen und es wird ihnen v.a. eins genommen: der kindliche Lebensraum, der kindliche Spielraum, die kindliche Freude.

 

Das wird ihnen letztlich geraubt, weil ein Übermaß von Angst, ein Übermaß von Einzwängung in etwas, was überhaupt nicht notwendig wäre, hier Tatsachen schafft, die das Kind wie in ein Gefängnis, einen Kerker führt.

 

Herr Janich: Ja. 

 

Herr Kessler: Und das ist für die Lebenssituation in einer Schule einfach absurd, schlichtweg absurd. Hinzu kommt: Jetzt können wir mal sagen, wenn jetzt eine Schule ein autarkes, kräftiges, kollegiales Leben hat, das man dem etwas entgegensetzen kann. Das ist aber nicht der Fall, weil die Schulen selber entweder direktorial geführt, einfach nur die Verordnungen durchsetzen oder, wenn sie nicht direktorial, sondern mehr in einer Selbstverwaltung geführt sind, durch die ganze Zeitsituation, was sich im Großen spiegelt, oder Zeit spiegelt sich auch im Kleinen. 

 

D.h., die sozialen Zersplitterungen, die sozialen Spaltungen, die durch die gesamte Gesellschaft geht, geht auch durch die kleinen Organismen, sprich einen kollegialen Zusammenhang, so dass da nicht die Intensität der kollegialen Zusammenarbeit entsteht, um für die Kinder einen Kraftraum aufzubauen, der dem was entgegensetzen kann.

 

Herr Janich: Mhm. Ich stimme Ihnen bei allem was Sie gesagt haben absolut zu. Mich würde mal interessieren: Wie lebt es sich als bewusster Mensch in einer Schule, wo es ganz viele Menschen gibt, die in der Angst leben, warum auch immer, die sich nicht informieren, die das nicht verstehen können, nicht verstehen wollen, usw. und diese Maßnahmen einfach durchsetzen? Wie gehen Sie persönlich damit um? Oder vielleicht erst mal: Wie erleben Sie das? Wie erleben Sie den Umgang untereinander, also mit den Kollegen und wie gehen Sie persönlich damit um?

 

Herr Kessler: Ich habe zu Beginn der Coronazeit immer wieder Wege gesucht mit den Führungsgremien konstruktive Gesprächssituationen zu finden und sozusagen, auch, wenn deren Blickwinkel auf die Sache ein anderer ist, aber, dass man trotzdem ein Stück weit in ein Miteinander kommt. 

 

Das habe ich irgendwann gesehen. Habe ich dann… Musste ich vollkommen zurücknehmen, weil das von diesen Führungsgremien – ich glaube, durch eine unglaublich starke Angst, die die hatten und haben – schlichtweg nicht zugelassen wurde. 

 

Und dadurch entstand bei mir ein Rückzug, wo ich sozusagen mich voll auf die Arbeit mit den Kindern konzentriert habe und nur da, wo Menschen waren, die offen waren, bin ich dann in einen Dialog und in eine Suche: „Was können wir tun?“. 

 

Von den Führungsgremien ist das absolut verhindert und zurückgewiesen worden und bis dahin, dass die Führungsgremien Maßnahmen durchsetzen, die noch schärfer sind als beim Staat. Wir haben als Privatschule noch zusätzliche Regeln eingeführt, die das Ganze noch mehr verschärfen.

 

D.h., Menschen, die von ärztlicher Seite befreit sind von der Maskenpflicht, die werden gezwungen ein Face Shield zu tragen und wenn sie das nicht tun, werden sie abgemahnt, bis hin zur Kündigung.

 

Und das ist eine Ebene, wo man merkt, es hat mittlerweile eine Dimension angenommen, wo der konstruktive Dialog gar nicht mehr möglich ist und wo gewisse Dinge wirklich nur noch auf der Rechtsebene klärbar sind. Und das ist bitter.

 

Herr Janich: Ja. Das ist extrem bitter. Und vor allen Dingen sind die Leidtragenden die Kinder. Es wird auf den Schultern unserer unschuldigen und hilflosen Kindern ausgetragen und die können sich nicht wehren. Die können nichts dagegen tun. Das ist das Schlimme. 

 

Und dann berichten mir immer wieder Eltern von Diskriminierung, Ausgrenzung. Kinder, die ein Attest besitzen – zu Recht, weil sie Nasenbluten bekommen, weil sie umfallen und diverse andere Symptome haben – die werden dann ins hinterste Eck des Klassenraums gesetzt. Sie dürfen nicht mehr mit anderen in der Pause spielen, werden dann z.B. - das Interview kommt auch in dieser Woche – auf einen Stein gesetzt in der Pause und müssen auf diesem Stein sitzenbleiben. Das muss man sich mal vorstellen! 

 

Sie werden von anderen Mitschülern denunziert, von Lehrkräften ermahnt, ungerecht behandelt, usw.. 

 

Also was hier passiert, erinnert mich – und ich habe es schon so oft gesagt und ich sage es wieder – an den Nationalsozialismus. Also wir hatten schon mal so eine Zeit und was ich ganz problematisch finde ist, dass wir Menschen ja unglaublich schnell vergessen, weil das hat es ja alles nicht gegeben und wenn ich das vergleiche, dann wird immer gesagt, „Das darf man nicht vergleichen. Das kann man nicht vergleichen.“. 

 

Aber ich war damals nicht dabei. Ich habe mir das nur von meinen Großeltern erzählen lassen und ich habe mir da auch ganz viele Meinungen eingeholt, ganz viele Situationen beschreiben lassen usw. Und habe mir ein ganz großes Bild davon gemacht und da muss ich sagen, es ist im Moment genau das Gleiche. 

 

Und die Frage ist: Was können wir tun? Wie gehen Sie denn in der Klasse mit den Kindern um? Haben Sie die Möglichkeit, dass die Kinder in Ihrer Klasse noch die Maske runter nehmen, so dass sie frei atmen können oder besteht die Möglichkeit jetzt auch nicht mehr? 

 

Herr Kessler: Doch die besteht noch. Ich unterrichte gerade im Bereich Bewegungsfach und Theater und dadurch ist eine Möglichkeit gegeben, dass sozusagen ein gewisser Spielraum noch da ist. Der ist zwar durch die Kultusministeriumsverordnung sehr eingeengt worden. Im Bewegungsfach können sie ohne, aber es gibt das Phänomen, dass immer mehr Eltern unbedingt wollen, dass ihr Kind im Bewegungsfach auch eine Maske trägt. 

 

Da merkt man wie eine gewisse Indoktrination – natürlich durch die starke Angst erfolgt – in den Freiräumen wo sie es lassen könnten, aber es verhindert wird durch die Ängstlichkeit der Eltern. Oder durch die Weltanschauung der Eltern, wie man das auch nennt. Und das ist bitter zu erleben. 

Ich habe dann bei uns versucht erst mal eine Lösung zu finden, wo ich sagte, „Ich kann die Haftung für das Ganze nicht übernehmen, weil Maskentragen führt zu einer Schädigung.

 

Da bin ich erst mal belächelt worden, weil man das nicht ernst nimmt und bestand aber darauf, habe gesagt „Ich möchte erst die Haftungsfrage geklärt haben. Vorher zieht mir keiner eine Maske im Unterricht an.“. 

 

Und dann hieß es plötzlich „Ja, die Führungsgremien der Schulen die übernehmen die Haftung.“. Dann sagte ich „Dann brauche ich das schriftlich.“, aber letztlich reicht das auch noch nicht, weil immer der haftet, der mit den Kindern arbeitet. 

 

Und diese Haftungsfrage ist bis heute nicht geklärt, weil das wie ein rechtsfreier Raum ist. Und ich habe dann jetzt, damit überhaupt eine Situation entsteht, die für die Schüler so ist, dass - ich sage mal dieses soziale Gift ein Stück weit herausgenommen wird, weil die haben dann das Gefühl: Da ist die Schule und da ist dieser eine Lehrer und da sind die Ansichten völlig konträr. 

 

Und dann habe ich gesagt „Hier, ich fülle jetzt ein Remonstrationspflicht-Schreiben aus und die Schule soll mir dokumentieren, dass sie das bekommen hat – von mir unterschrieben – dass ich ganz offiziell jetzt die Remonstrationspflicht wahrnehme. 

 

Und zusätzlich hätte ich gerne von der Schule auch attestiert, wer übernimmt genau die Haftung. Und so bin ich im Moment von der rechtlichen Seite den Weg gegangen und gleichzeitig können jetzt die Schüler in diesen Bewegungsfächern kommen. Wer von den Eltern unbedingt will und muss, kann die Maske tragen. 

 

Aber es ist doch interessant, dass dann im Laufe des Bewegungsfaches viele es lassen und die Maske gar nicht anziehen oder die wieder herunterziehen, weil die Kinder wollen naturgemäß keine Maske und je älter sie werden, umso mehr greifen die Schüler zur Maske, obwohl sie es gar nicht müssten.

 

Herr Janich: Ja.

 

Herr Kessler: Da merkt man diesen ungeheuren gesellschaftlichen Angstdruck.

 

Herr Janich: Ja und auch die Konditionierung. Sie haben es ja schon Beginn schon angesprochen. Es ist beeindruckend, wie schnell das jetzt alles umgesetzt wurde, aber im Grunde genommen wurde das ja über Jahrzehnte trainiert. 

 

Also ich war 11 Jahre im musikalischen Kontext an diversen Schulen unterwegs – Grundschulen, sowie weiterführende Schulen – und was ich da erlebt habe, ist einfach, dass – und ich möchte auf keinen Fall alle über einen Kamm scheren, weil es gibt ganz großartige Lehrer. Sie sind einer davon. 

 

Aber grundsätzlich ist es an der Schule so, dass die eigene Meinung nicht so wirklich gefragt ist. Kritisch hinterfragen ist auch nicht gewünscht. Kreativität ist auch nicht gewünscht. 

 

Und diese ganzen Dinge sind dazu da, um Bürger zu formen, die einfach funktionieren und dafür war das Schulsystem ja auch ursprünglich gedacht. Und diese ganze Problematik, diese gesellschaftlichen Probleme, die kommen jetzt erst richtig ans Tageslicht und jetzt merkt man erst mal, wie stark diese ganze Maschinerie ist, auch mit Massenmedien, mit Propaganda, mit Manipulation durch das Fernsehen. Ich kann das gar nicht alles aufzählen, weil sonst würden wir 8 Stunden sprechen. Aber das kommt jetzt so richtig ans Tageslicht. 

 

Und gerade Kinder – und das brauche ich Ihnen nicht zu erzählen, aber für unsere Zuschauer: Die sind ja viel weniger im Verstand als wir. Die sind sehr intuitiv und deswegen wissen die auch, dass die Masken schaden. 

 

Und interessant ist auch, wie stark die Kinder sind, denn, wenn die Eltern so indoktriniert sind und den Kindern ihre eigene Angst, ihre eigene Konditionierung auf die Kinder übertragen und sagen: „Ihr müsst unbedingt eine Maske tragen, weil ihr müsst euch schützen. Es gibt ein tödliches Killervirus, was auch immer. Eure Großeltern können sterben.“ und die Kinder dann trotzdem die Maske in der Schule absetzen. Das finde ich großartig, weil das zeigt wie schlau und stark die Kinder sind. 

 

Und dann finde ich es unglaublich toll, dass es Menschen wie Sie gibt, die dort sind und den Kindern die Möglichkeit dazu bieten und die Kinder schützen.

 

Herr Kessler: Vielleicht ein Gedanke noch dazu: Ich bin in Projekten in den ganzen letzten Jahrzehnten unterwegs gewesen: Auslandshilfsprojekte, Theaterprojekte in anderen Ländern, wie auch Oberstufenprojekte mit Schweizer Schülern zusammen. 

 

Und einmal auf einer Rückfahrt kamen 2 Mädels, die waren in der 10.Klasse: „Herr Kessler, uns ist langweilig. Was können wir machen?“. Dann sagte ich „Lauft doch mal durch den ganzen Zug. Wir haben noch 4 Stunden Zeit. Macht ein Interview. Wie sollte die Schule der Zukunft sein?“. 

 

Und dann kamen sie kurz vorher zurück und haben gesagt „Wir haben alle befragt, sogar schon ausgewertet und es lässt sich alles auf 2 Elemente reduzieren.“. Und das fand ich dann hochspannend. 

 

Das Ergebnis war, dass die Schülerinnen mir sagten: Der Konsens war: 1. Die Schüler wachsen lassen. Und das ist nicht nur äußerlich gemeint, sondern auch innerlich. Und das 2.: Zivilcourage. 

 

Jetzt stellen Sie sich vor, wir hätten Schulen, die danach arbeiten, die Kinder wachsen zu lassen und sie in Zivilcourage ausbilden zu lassen. 

 

Wir haben in unserer Stadt eine Schule, das Sophie-Scholl-Gymnasium und da muss man sich fragen, warum hat man den Namen? Tut man das, was da an Name ist, auch wirklich essentiell im Unterricht umsetzen? 

 

Es gibt noch ein anderes Bild, was im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus zu tun hat. Ich beschäftige mich auch mit der informellen Seite und versuche Informationen auch anderen Menschen zur Verfügung zu stellen, die helfen urteilsfähig zu werden in dieser schwierigen Zeit. Und dann kriegt man unter Umständen den Vorwurf, dass das unzulässig sei, das in die Nähe des Nationalsozialismus zu stellen.

 

Herr Janich: Mhm.

 

Herr Kessler: Aber es geht nicht um den äußeren Vergleich. Äußerlich haben wir nicht diese Zeichen und das. Aber wenn man auf die innere, geistige Seite schaut, dann hat das sehr wohl was damit zu tun. Es gab damals in der Zeit des 2. Weltkrieges eine Persönlichkeit, die mit 23 oder 24 Jahren gestorben ist. Die hat mit 18 Jahren einen Abiturvortrag gehalten und das war ein Elite-Gymnasium und das war der Bruder von Hugo Kükelhaus. Hugo Kükelhaus hat diese Sinnesgärten in Europa entwickelt.

 

Herr Janich: Mhm.

 

Herr Kessler: Und der Hermann Kükelhaus, der Bruder, hielt diesen Vortrag vor der ganzen nationalsozialistischen Führungsriege. Die saßen alle da und der hat den Titel gewählt für seinen Vortrag „Der Machthaber und die Masse“. Die waren wie elektrisiert in der 1. Reihe.

 

Herr Janich: Ja.

 

Herr Kessler: Und dann hält der seinen Vortrag und ihm gelingt noch den zentralen Satz zu sagen: „Dieses Regime“, sagte er damals, „ist wie ein Karzinom der Weltgeschichte. Man kann es nicht durch Kampf überwinden. Man kann es auch nicht durch einfach nur Erdulden überwinden. Nur die geistige Kraft des Gottesopfers kann dieses Karzinom zerstrahlen.“. 

 

Und das was da angesprochen ist, an diese Kräfte, an diese tiefen, freien religiösen Kräfte, sage ich mal, da gilt es heute wieder anzuknüpfen um Beziehung zu finden, um aus dieser Quelle heraus eine Friedenslösung für diese Geschehnisse, die heute stattfinden, die man an verschiedenen Stellen einfach auch deutlich bezeichnen kann, was hier stattfindet, dass es eben nicht im Sinne des Menschen ist, sondern, dass das einfach ganz andere Interessen sind.

 

Herr Janich: Ja.

 

Herr Kessler: Aber man braucht eine neue geistige Kraft. Corona ist die Auseinandersetzung mit dem Tod. Die Menschen haben Angst vor dem Tod. Angst vor einer Krankheit, die überhaupt nicht so dramatisch ist. Und das ist eine Situation, wo man sagen kann: 

 

Corona ist letztlich zugleich ein Aufruf für die Menschen, sich neu mit dem, was man sonst mit den Begriffen Geist, Religion, usw. verbindet, sich damit neu auf die Suche zu begeben und auseinanderzusetzen. 

 

Herr Janich: Ja, wir sind ja spirituelle Wesen und wir haben auf unserem Planeten ganz viel Entwicklung hinter uns – wirtschaftlich usw. - aber die menschliche Entwicklung, also die Persönlichkeit, die Spiritualität – ich merke das immer wieder, dass das absolut verkümmert ist. 

 

Wenn ich als Visualisierungstherapeut mit Kindern arbeite und über eine Zeitline zurückgehe in die Vergangenheit mit einem Kind, bis hin zum Mutterleib. Das Kind sieht also, wie es wieder im Bauch von der Mutter ist und wir von dort aus die Problematik suchen, ist es oft so, dass Kinder sagen „Hier spüre ich das schlechte Gefühl gerade.“.

 

Und dann frage ich „Ist das hier entstanden oder schon früher?“ und dann sagen viele Kinder „Schon früher.“ und dann gehen wir noch weiter in die Vergangenheit und dann sind wir irgendwo in vergangenen Leben, in anderen Leben, wer weiß und lösen das dort. Und anschließend ist es aufgelöst. 

 

Und die Kinder erzählen das so detailliert. Aber das Problem ist ja – das gehört ja auch zu unseren gesellschaftlichen Problemen – dass Dinge, die man nicht greifen kann, die man nicht auf ein Blatt Papier schreiben kann, die sind Hokuspokus, das ist Humbug. Früher wurden die Hexen verbrannt. Heute wird keiner mehr verbrannt Gott sei Dank, aber es ist immer noch Hokuspokus und dann heißt es, ich bin ein Scharlatan oder was weiß ich, aber das sind Dinge, die existieren, die gibt es. 

 

Und was wir jetzt tun sollten oder tun müssen, ist unseren Verstand wieder mit unserer Intuition, mit unserer Spiritualität, mit unserer Verbindung zum Universum, zu Gott, zu was auch immer - das ist egal, wie man es formuliert – zu verbinden und uns zu entwickeln und dann können wir wirklich einen ganz tollen Planeten erschaffen und dann wären wir nicht in der Angst, sondern in der Liebe. 

 

Und das sind ja die 2 Grundemotionen des Menschen: Angst und Liebe. Und wir müssen gucken, dass wir hin zur Liebe kommen und ich glaube, das wird jetzt ein sehr steiniger Weg, aber ich bin auch da voll bei Ihnen. Ich bin bis jetzt absolut bei Ihnen, bei jedem einzelnen Punkt, dass diese Krise, sowie alle Krisen eine Krise der Chancen ist/sind und wir die Chancen ergreifen müssen. 

 

Nur bei den meisten Menschen ist meiner Meinung nach Hopfen und Malz verloren, weil sie einfach so indoktriniert sind, weil die einfachsten Dinge da nicht funktionieren. Thema Eigenverantwortung usw.. 

 

Und ich glaube einfach – also wir wissen ja mittlerweile, dass der Mensch immer nur dann in die Veränderung geht, wenn der persönliche Schmerzpunkt erreicht ist. Bei mir war er schon im März oder vielleicht sogar früher erreicht und ich muss auch sagen zu meiner Schande: Ich habe die letzten Jahrzehnte auch nichts getan, obwohl da auch ganz viel Unrecht auf unserem Planeten passiert ist, aber das war einfach noch nicht schlimm genug. 

 

Wie gesagt, im März oder etwas früher ist mein Schmerzpunkt absolut erreicht gewesen. Und ich habe das Gefühl, oder ich weiß, dass wir immer mehr werden. Würde das wahrscheinlich – ich habe vorhin noch mit einer Kollegin telefoniert – in 3 Pakete einteilen, so 33% Pakete. 

 

33% von denen, die es absolut verstanden haben und sehr bewusst sind und sich jetzt dagegen stellen, in den Widerstand gehen. 

 

33% Mitläufer, die wissen, die keine Angst vorm Virus haben, die mehr Angst vor Bestrafung haben. 

 

Und 33%, die wirklich an ein tödliches Killervirus glauben, die absolut manipuliert, hypnotisiert, wie man es auch immer beschreiben mag, sind. 

 

Und wir müssen jetzt einfach durchhalten und gucken, dass wir diese 33%, die mitlaufen, noch auf unsere Seite bekommen und dann haben wir diese kritische Masse überschritten und dann haben wir die Chance das ganze zu kippen und eine neue Welt zu erschaffen. Das ist so meine Hoffnung, mein Ansatz, mein Vertrauen.

 

Herr Kessler: Dabei möchte ich Sie gerne unterstützen. Die Situation ist die, dass man sagen kann: Es ist eine gewaltige Arbeit, die vor uns steht, denn vorausgesetzt, es würde jetzt mit einem Schlag dieses ganze Lügengebäude aufgedeckt, dann würde unmittelbar deutlich, dass die ganze Pädagogik neu entwickelt werden muss. 

 

Aber dazu ist eine absolut ehrliche Selbsterkenntnis von Nöten. Sonst geht man ganz schnell wieder in alte Wege hinein und bewegt sich in Illusionen, die dann auf die nächste Katastrophe zusteuern. D.h. nur eine radikale Selbsterkenntnis ist erforderlich um die Bildung neu aufzubauen. 

 

Ich sage es mal ganz krass: Die ganze Medienlandschaft muss eigentlich in die Tonne gestampft werden, weil die macht soviel kaputt in der Art wie sie heute ist. Sie wäre eigentlich für eine wahrhafte, objektive Berichterstattung verpflichtet. Das findet aber fast nicht mehr statt. 

 

Stattdessen ist es nur eine Irreführung, eine Diffamierung, eine Denunzierung, eine Lügenpresse und das ist so erschütternd, was da geschieht. Und deshalb können wir gar nicht anders, als zu hoffen, dass wir hier die Wende irgendwann erreichen, aber es steht uns eine gewaltige Arbeit bevor. 

 

Herr Janich: Definitiv, ja.

 

Herr Kessler: Und die ist nur durch einen spirituellen Untergrund leistbar. 

 

Herr Janich: Ja. Also ich bin gespannt, wie das sich mit den zukünftigen Maßnahmen verhält. Wir können nur versuchen das Bestmögliche für unsere Kinder rauszuboxen. Es gibt einige Leute, die gerade… die Anwälte, die Ärzte, es werden Studien angestellt. Es gibt Klagen gegen die Bundesregierung bezüglich der Maskenpflicht. 

 

Es werden Kinder untersucht, so dass wie gesagt Studien erstellt werden können, dass man Kindern einfach die Maske nimmt, weil ich finde mit diesem Kampf sollten sich die Erwachsenen beschäftigen und nicht die Kinder und die Kinder einfach da herauslassen. 

 

Herr Kessler, da gibt es schon einige Pädagogen, die sich zusammengeschlossen haben, die für die Zukunft ein neues Bildungssystem entwickeln möchten und vielleicht haben Sie auch Interesse daran und da würde ich Sie dann gerne auch ins Boot holen, dass wir uns einfach zusammenschließen und regelmäßig austauschen, was wir da machen können und einfach da in die Zukunft zusammen blicken und was in Angriff nehmen. 

 

Herr Kessler: Da bin ich gerne dabei, weil ich denke, es wird sehr wichtig sein, dass in Zukunft Menschen, im Sinne von Freigeistern, in eine Zusammenarbeit treten, wo die Richtung, woher man kommt, gar nicht entscheidend ist. 

 

Entscheidend ist, dass man die Notwendigkeit einer vollkommenen Umwandlung sieht und dann aber auch die totale Offenheit hat, miteinander etwas Neues aufzubauen, was noch nicht ideologisch vorbestimmt ist.

 

Herr Janich: Ja.

 

Herr Kessler: Und dafür bin ich gerne bereit.

 

Herr Janich: Sehr schön. Das freut mich sehr.

 

Herr Kessler: Ja.

 

Herr Janich: Ich überlege gerade, ob es noch einen wichtigen Punkt gibt. Im Grunde genommen, haben wir glaube ich über das Wichtigste gesprochen. 

 

Würden Sie vielleicht gern noch einen Appell an Lehrer, Kollegen, Schulleiter, Eltern oder auch Kinder richten?

 

Herr Kessler: Viele Prozesse sind im Moment erschwert, weil die Brücken zwischen den Menschen zersplittert sind. Und vielleicht ein Gedanke, der aus einem Werk von Rudolf Steiner stammt „Die Philosophie der Freiheit“. Da gibt es einen Satz „Die Grundmaxime des freien Menschen …“. Worin besteht die? 

 

"Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens. Das ist die Grundmaxime des freien Menschen.". Ich sage es noch mal „Leben in der Liebe zum Handeln und im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime des freien Menschen.“ und das finde ich, sind 2 zentrale Säulen, dass man mit Liebe die Dinge in der Welt tut. 

 

Ich darf erinnern an Johann Gottlieb Fichte, der damals seine Rede über die Erziehung gehalten hat und daraufhin hingewiesen hat, dass es 2 Fehlwege gibt. Der eine ist der Weg der Angst und der andere ist der Weg des Ehrgeizes und dazwischen gibt es den Weg der Liebe. 

 

Leben in der Liebe zum Handeln. Dass man aus Liebe die Dinge für die Welt tut. Aber die Freiheit berücksichtigt absolut den Freiheitsraum des anderen im Verständnisse des fremden Wollens. 

 

Und ich glaube das sind gerade 2 Säulen, die wichtig sind im Bewusstsein, in der Seele, im Herzen zu tragen, um zu helfen, dass sozial wieder etwas entsteht, worauf man dann, die für die Zukunft notwendigen Dinge, aufbauen und entwickeln kann.

 

Herr Janich: Herr Kessler, das ganze Interview hat mich sehr berührt. Ich finde, das ist ein ganz toller Appell, ein tolles Schlusswort. Wir unterhalten uns gleich im Anschluss noch über alles weitere, über eine mögliche Zusammenarbeit usw.. 

 

Ich danke Ihnen ganz herzlich, dass Sie heute den Mut gefunden haben hier mit mir zu sprechen. Ich danke Ihnen auch ganz herzlich für Ihr Bewusstsein, für Ihr Sein und dafür, dass Sie alles in Ihrer Macht stehende tun, um die Kinder zu schützen, um die Kinder zu unterstützen, ihnen zu helfen und in dieser schwierigen Zeit zu begleiten und wünsche Ihnen und den ganzen Kindern erst mal für die Zukunft ganz viel Kraft, Mut und alles Liebe und Gute.

 

Herr Kessler: Vielen Dank und auch Danke für Ihre Initiative, diese Räume zu bilden, damit sozusagen noch etwas anderes für die Menschen zu Gehör kommt.

 

Herr Janich: Sehr gern.