Maurice: Mein Name ist Maurice Janich. Ich bin Pädagoge und Visualisierungstherapeut. Ich arbeite normalerweise mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, aber in der Coronazeit habe ich mich der Aufklärung gewidmet.

 

Heute habe ich die liebe Maria bei mir. Maria ist Mutter zweier Kinder und heute geht es um ihren Sohn. Maria, dein Sohn ist 11 Jahre alt und besucht eine Waldorfschule bzw. hat eine Waldorfschule besucht, denn ihr habt jetzt die Kündigung ins Haus bekommen. Und bevor wir zu der Kündigung kommen, sprechen wir noch kurz über das Maskenattest deines Sohnes, weil du im Vorgespräch schon gesagt hast, dass es evtl. damit zusammenhängen könnte.

 

Jetzt erst mal herzlich willkommen und schön, dass du da bist liebe Maria!

 

Maria: Hallo!

 

Maurice: Maria, erzähl doch mal kurz: Was hat es mit dem Maskenattest auf sich? Was ist da passiert?

 

Maria: Ja und zwar verhält es sich so, dass wir, als letztes Jahr im Juli die Schulen gestartet sind und es hieß, dass die Kinder Maske tragen müssen, ich bei unserem Kinderarzt ein Attest angefordert hatte, da mein Sohn ein noch nicht abgeklärtes kardiologisches Problem hat, wo wir seit 2019 in Behandlung sind. 

 

Der Kinderarzt hat sich allerdings geweigert, hat mir dann in einem Gespräch gesagt, dass er keine Atteste ausstellen dürfe, dass er aber gerne bereit wäre mit den Lehrern der Schule zu sprechen, so nach 2 Wochen.

 

Daraufhin habe ich die Lehrerin meines Sohnes informiert. Die hat mir versichert, dass sie wirklich Maskenpausen usw. einhält, aber, dass es zwingend notwendig wäre, ein Attest einzureichen.

 

Daraufhin habe ich dann im Internet recherchiert, geguckt und nach einem Arzt gesucht, der uns ein Attest ausstellt. Hab auch einen gefunden, allerdings nicht hier, sondern in Österreich. Aber das ging dann ganz gut. Per Video-Konferenz konnten wir ein Attest anfordern. Das hat dann auch super geklappt. Das konnten wir einreichen. Nur die Schule hat das nicht anerkannt. Wir haben sofort die Meldung bekommen, dass wir bitte bei Fragen uns ans Schulministerium hier wenden sollten und das da bitte abklären, dass das Attest nicht anerkannt wird.

 

Daraufhin folgten dann mehrere Schreiben hin und her und ich habe dann bei unserem Kinderarzt noch mal vorgesprochen und habe ihm dann gesagt, dass es unterlassene Hilfeleistung wäre, wenn er uns nichts ausstellt.

 

Daraufhin hat er uns wirklich was Unkompromittierendes ausgestellt, dass wenn er einen Tachykardie-Anfall hat, d.h. er hat einen erhöhten Herzschlag. Der wird dann auch quasi durch das Maskentragen ja noch mal beeinflusst und der hat uns attestiert, dass er dieses Problem hat und dass wenn er wieder einen Anfall hat, dass er bitte rausgehen darf, die Maske abzunehmen hat.

 

Das hat sich dann so ein bisschen gezogen. Im November kriegten wir dann auch noch eine Abmahnung, weil er im Bus anscheinend die Maske ab und an runtergezogen hat und andere Kinder ihn verpetzt haben. Das war dann auch noch mal lustig. Als das Schreiben kam, habe ich das direkt zerrissen, weil ich das überhaupt nicht ernstgenommen habe.

 

Ich habe dann beim Elternsprechtag mit der Lehrerin gesprochen, habe dann gesagt, dass ich das nicht in Ordnung finde. Ich glaube, ich habe mich dann auch so ausgedrückt, dass ich das Verhalten der Kinder etwas asozial finde, weil die ja mal fragen könnten. Also mein Sohn trägt ja Maske aus Rücksicht vor anderen und weil er es ja muss und dann wäre es doch nett, wenn die anderen Kinder mal fragen, nicht einfach dann verpetzen.

 

Aber gut, das fand die Lehrerin glaube ich auch nicht so lustig, dass ich das so angesprochen habe. Und deswegen denke ich auch, dass wir deswegen die Kündigung bekommen haben.

 

Maurice: Also d.h., das Attest was ihr von dem Arzt aus Österreich bekommen habt, wurde nicht anerkannt. Aufgrund dessen seid ihr noch mal zu eurem Hausarzt und dieser hat dann ein „Attest“ ausgestellt, dass dein Sohn, wenn es ihm wieder gesundheitlich nicht so gut geht, die Maske kurz absetzen darf.

 

Maria: Den Raum verlassen darf, usw.. Ja.

 

Maurice: Ok. Ja und interessant finde ich, dass die Blockwärter heutzutage schon in ganz jungem Alter ausgebildet werden und in den Berufsalltag starten.

 

Maria: Ja so ähnlich habe ich mich auch ausgedrückt, dass die Kinder zu kleinen Denunzianten erzogen werden und dass ich das nicht in Ordnung finde. Ich finde es eher sozialer, wenn man nachfragt „Wie geht es dir? Warum nimmst du die Maske runter? Hast du ein Problem?“ und nicht einfach zu den Eltern oder zu den Lehrern gehen und den Jungen dann verpetzen.

 

Maurice: Was übrigens ein riesengroßes gesellschaftliches Problem ist, dass wir verlernt haben, miteinander zu sprechen, weil das Leben könnte einfach einfach sein, wenn wir wieder beginnen würden miteinander zu sprechen und uns auch Fragen zu stellen.

 

Maria: Richtig. 

 

Maurice: Ok, das mal zu der Geschichte „Maskenbefreiung“. Wie ging es dann weiter? Du hast mir die Kündigung zugeschickt. Ich habe das dokumentiert. Ich habe vorher mit dir besprochen, dass wir das auch anhängen dürfen als Beweis, dass das auch wirklich stattgefunden hat. Die Menschen brauchen ja immer Beweise und die liefern wir natürlich auch sehr gern.

 

Erzähl doch mal: Wann kam die Kündigung ins Haus? Heute ist der 1.März 2021 und gab es da ein Vorgespräch, eine Vorwarnung? Wie ist das Ganze abgelaufen u.v.a. auch: Was war der Grund für die Kündigung? Weil in der Kündigung selbst steht ja ein Grund drin, aber du sagtest mir, dass der eigentlich gar nicht stimmt.

 

Maria: Genau. Also es fing im Dezember an und zwar gab es um den 8.Dezember herum einen Vorfall, von dem ich aber nichts erfahren habe seitens der Schule. Sondern mein Sohn hat mir erzählt, dass da was passiert ist in der Pause. Aber von der Schule hatte ich bis dahin noch keine Rückmeldung.

 

Was anstand, war ein Attest. Das lag bei einem Lehrer, der damals in der Schulleitung mit tätig war. Das lag noch bei ihm im Fach, weil er 1 Woche krank gewesen ist. Ich hatte dann eine Einladung im Briefkasten, also per Post geschickt bekommen, zu einem Gespräch. Es stand aber nicht drin, worum es in diesem Gespräch geht. Daraufhin habe ich dann gefragt, ob es um das noch ausstehende Attest geht. 

 

Dann kriegte ich – das war glaube ich am 10.Dezember, ich muss das noch mal nachschlagen, es war ein Freitag. Da kriegte ich einen bitterbösen Anruf aus dem Sekretariat. Ich hätte ja nachgefragt, worum es bei dem Gespräch geht. Nein, es würde nicht um das Attest gehen und die Schulleiterin würde jetzt den Lautsprecher anmachen, damit die Sekretärin das bestätigen oder bezeugen kann, dass sie mir jetzt hiermit – es würde um den Vorfall am 8.Dezember gehen in der großen Pause: 

 

Mein Sohn hätte jemanden angehustet. Und sie würde mir hiermit die sofortige, fristlose Kündigung aussprechen. Und ich habe nur gesagt „Mensch, haben Sie denn überhaupt mit den Kindern gesprochen?“ und „Das können Sie doch meinem Sohn nicht antun!“. Daraufhin hat diese Frau einfach aufgelegt und ich war total verdattert. Ich stand wirklich unter Schock. Ich konnte mir nicht erklären, was das soll und warum eine fristlose Kündigung uns ins Haus flattern sollte oder warum sie die so ausspricht. 

 

Jetzt sollte ja ein Gespräch stattfinden. Wir hatten ja auch zugesagt. Aber das Gespräch wurde dann ganz kurzfristig abgesagt, aus welchen Gründen auch immer. Ich weiß es bis heute nicht. Also es wurde da wieder nicht mit uns gesprochen. Stattdessen bekamen wir dann schriftlich – ich hatte in der Zwischenzeit den Elternrat der Schule kontaktiert. Der hat sich dann eingesetzt und hat gesagt „Mensch!“. Es ging ja jetzt schon auf Weihnachten zu. Also so kurz vor den Ferien. 

 

Und dann wurde uns versichert, weil wir Gesprächstermin haben sollten, dass nichts passiert vor diesem Gesprächstermin. Ich sollte mir keine Sorgen machen. Aber dieses Gespräch, was am letzten Ferientag hätte stattfinden sollen, wurde abgesagt und stattdessen hatten wir an dem Tag die Kündigung im Briefkasten, in der es hieß, 

 

dass mein Sohn absichtlich ein anderes Kind angehustet hätte und mein Sohn mit 11 Jahren wüsste um die familiären Verhältnisse dieser Familie Bescheid und aus Angst, dass sich das wiederholen könnte und wegen der Vorfälle im September, bestünde Wiederholungsgefahr und deswegen würde diese Kündigung auch sofort und fristlos sein. 

 

Ich war total verdattert. Ich habe gedacht „Mensch! Welche Vorfälle im September?“. Die waren ganz anders geartet, wenn es Vorfälle im September gab. Mein Sohn hat niemals jemanden angehustet, auch keinen Lehrer oder andere Kinder. Dann haben wir so ein bisschen nachgeforscht. 

 

Anscheinend ist es so, dass dieses Mädchen, was er angeblich angehustet hat – mein Sohn hat mir das ganz anders erklärt, wie dieser Vorfall entstanden ist. Es waren Spielereien unter Kindern. Zwei haben sich gestritten und dieses Mädchen kam auf ihn zu, hat ihn geschüttelt, als er am Essen war und er hat sie nicht angehustet, sondern hat, wie man das heute lernt, in den Arm gehustet, weil er sich verschluckt hat. 

 

Na gut, aber anscheinend ist dieses Mädchen sehr nah am Wasser gebaut und flippt schnell aus, weil sie auch… Anscheinend lebt diese Familie in einer Angstblase. Der Vater ist von zu Hause ausgezogen, weil er Risikopatient ist. Ich habe gehört, dass dieses Kind in Therapie ist, weil die Oma gestorben ist. Aus welchen Gründen auch immer, ich weiß es nicht. 

 

Weil bis jetzt hat die Familie um die es geht, zu uns keinen Kontakt aufgenommen. Ich habe es ehrlich gesagt versucht, indem ich mal auf eine Mail geantwortet habe, aber auch da kam nichts zurück.

 

Maurice: Dann lass uns doch noch mal zu dieser Anhusten-Geschichte kommen. Gab es dort ein Gespräch? Weil im Raum steht ja jetzt: Dein Sohn soll angehustet haben. Er hat dir aber erzählt, er hat den neuen Corona-Gruß gemacht und in die Armbeuge gehustet. Gab es da ein Gespräch? Hat das irgendjemand beobachtet? Usw., usf..

 

Maria: Nein. Ich habe die Geschichte von meinem Sohn gehört und meiner Tochter. Die haben sich natürlich darüber unterhalten im Bus und auf der Rückfahrt. Er hat es dann erzählt und die haben das wohl innerhalb der Klasse besprochen, weil das Mädchen auch sehr aufgelöst und am Weinen war. 

 

Aber es gab kein Gespräch. Nein. Die Schule hat mich auch nicht an dem Tag angerufen, dass ich mein Kind abholen sollte, weil es ja was Schreckliches getan hat, sondern ich habe es von ihm erfahren oder gehört, aber habe es dann nicht weiter ernst genommen, sondern es war ja geklärt. 

 

Er hat gesagt „Wir haben das innerhalb der Klasse besprochen und meine Lehrerin hat mir auch dieses Mal geglaubt, dass es so ist, wie wir es erzählt haben.“, wohl zu mehreren, weil dieses Mädchen – das sagte ein Freund von ihm: „Sie hat sich ja dann auch anscheinend nicht an die Abstandsregeln gehalten. Wenn sie so viel Angst hat, darf sie ihn auch nicht schütteln.“. So nach dem Motto. Es sind Kinder. Sie sind 10, teilweise 11.

 

Maurice: D.h., das einzige Gespräch, was stattgefunden hat, war das innerhalb der Klasse.

 

Maria: Genau.

 

Maurice: Und da gab es mit Sicherheit andere Kinder, die das auch beobachtet haben. Was haben die denn dazu gesagt?

 

Maria: Ja anscheinend haben die das so bestätigt, so hörte sich das für mich zumindest an, obwohl die Lehrerin ein paar Tage später – hat mein Sohn mir erzählt – einzelne Kinder herausgefischt hat und aber dann auch nur Mädchen. Klar, die Freundinnen anscheinend von diesem Mädchen oder was auch immer. 

 

Und ein Kind, was direkt neben ihm stand, was aber ein Junge ist, was vielleicht hätte was anderes aussagen können, weil die meisten haben dann wohl gesagt – das hat sich hinterher im Gespräch mit den Eltern, wo ich die dann angerufen habe, herausgestellt: 

 

Die Kinder konnten auch keine wirkliche Aussage machen oder wollten das nicht, hatten dann Angst, was passiert denn hier? Ist das jetzt schlimm? Werde ich jetzt noch mal befragt? So nach dem Motto. Dann sage ich jetzt mal lieber nichts. Und so haben sie es mir dann auch gesagt. So kam es auch bei mir an. 

 

Der Junge, der aber direkt daneben stand, der wurde nicht mehr befragt. Der wurde dann außen vorgelassen. Er hätte ja vielleicht auch was anderes sagen können. Das Gefühl bleibt bei mir zurück. Ob es so ist oder nicht… Das sind jetzt nur Vermutungen, die ich anstelle.

 

Maurice: Ja du versuchst halt die Punkte irgendwie zu verknüpfen, machst dir Gedanken darüber. Das finde ich super. 

 

Jetzt steht im Raum: Dein Sohn hat ein Mädchen angehustet und keiner weiß, ob das wirklich stimmt, weil da kein klärendes Gespräch stattfindet. Ich persönlich finde das sehr bedenklich.

 

Maria: Ja gut, als wir die Kündigung bekommen haben, hat unsere Anwältin auch genau das gesagt. Bestandteil unseres Vertrages ist schließlich das Schulgesetz, aber da wird sich ja nicht dran gehalten, weil dann gibt es wieder so einzelne Paragraphen. 

 

Das ist das Problem bei Waldorfschulen oder nicht öffentlichen Schulen. Wenn die privat sind, kann man da nicht wirklich was groß machen. Also mir wurde dann auch… Wir hatten dann quasi am letzten Ferientag die Kündigung im Briefkasten, also quasi als Weihnachtsgeschenk dann, obwohl uns vorher vom Elternrat versichert wurde, es passiert nichts bevor kein Gespräch stattfand. 

 

Weil an der Schule gibt es so eine Art Konfliktpapier, was bearbeitet wurde mit dem Elternrat und mit den Lehrern sozusagen, wenn irgendwelche Konflikte entstehen, dass man sich auch da quasi dran halten kann, dass man so bestimmte Dinge, die man erst tut, so wie Gespräche, die stattfinden sollten: Konfliktgespräche, Vertrauensgespräche, was auch immer. 

 

Und das hat bei uns nicht gegriffen. Also bei uns haben sie es anscheinend nicht als notwendig gefunden. Und Schulgesetz im § 53: Demnach, hat unsere Anwältin auch gesagt, würden erst andere Maßnahmen greifen. Zumal ja eigentlich nichts vorher war. 

 

Also unser Sohn ist nicht verhaltensauffällig oder sonstwas. Also er ist eigentlich ein sehr soziales, ruhiges Kind. Im Gegenteil. Also ich kriege immer Rückmeldungen von anderen Eltern, dass es sehr angenehm ist, wenn er dort zu Besuch ist, dass er zu den Ruhigen gehört und kein wildes, aggressionsbelastetes Kind.

 

Maurice: Ja, wunderschönes Weihnachtsgeschenk. Andere Optionen im Jahr 2020 wären noch gewesen: Impftermin, Maskengutscheine, bzw. Berechtigungsscheine oder auch ein Bußgeldbescheid.

 

Maria: Ja.

 

Maurice: Liebe Maria, ihr habt jedenfalls rechtliche Schritte eingeleitet und werdet weiterhin schauen, was ihr da tun könnt. Vielleicht noch eine Frage: Schaut ihr, dass ihr an der Schule noch einen Gesprächstermin bekommt, damit das geklärt wird, oder…? 

 

Maria: Ja das haben wir versucht seinerzeit und dadurch, dass… Wir hatten dann auch eine Einladung zu einem klärenden Gespräch, wo uns dann noch mal die Kündigung erläutert werden sollte. Vor dem Termin hat unsere Anwältin geschrieben, dass wir die Kündigung nicht annehmen, auch nicht die fristgerechte, weil dann haben die die ja umgewandelt in eine fristgerechte Kündigung zum Schuljahresende. 

 

Nein, wir sind enttäuscht von der Schule und somit wollen wir auch gar nicht mehr zivilrechtlich dagegen klagen. Was soll ich da einklagen? Wenn die uns nicht wollen, unseren Sohn nicht da wollen, dann gehen wir halt. Dann haben wir als Familie jetzt beschlossen – auch unsere Tochter ist da noch an der Schule in der 8.Klasse – dass wir jetzt gemeinschaftlich der Schule den Rücken kehren, dass wir das nicht wollen. 

 

Der Lehrer meiner Tochter war zwar sehr überrascht darüber, aber für mich ist das etwas weltfremd, zu sagen, ok, das eine Kind lass ich da und dann nehme ich noch an Veranstaltungen teil, mache da mit und mein anderes Kind wurde zu Unrecht einfach so rausgekickt, nach dem Motto „Dich wollen wir nicht mehr hier.“. 

 

Ob es daran liegt, dass er eine Maskenbefreiung eigentlich hatte. Er hat ja mittlerweile 2 Atteste, oder… Keine Ahnung. Ich kann das einfach nicht. Das geht nicht. Ich kann nicht… Dann sagen wir lieber freiwillig: Wir gehen. Bis hierhin und nicht weiter. Versuchen es dann woanders noch mal neu. Es ist zwar schade, weil die Kinder werden aus der Klassengemeinschaft aus einem gut funktionierenden… Also die waren ja gut integriert in der Klassengemeinschaft und haben sich super wohl gefühlt da und werden jetzt da herausgerissen, aber ich kann es halt nicht ändern. 

 

Ich bin auch… Also es waren 2 anstrengende Monate mit viel Weinen, viel Frust und viel Wut. Keine Gespräche. Also man ist quasi immer vor verschlossene Türen gerannt, weil immer kurz vorm Gespräch, haben wir dann eine Absage bekommen. Nein, wir wollen nicht mehr gehen. Es ist ok. Es ist so gut wie es ist. Wir wollen unseren Frieden damit schließen.

 

Maurice: Noch eine letzte Sache an Alle, die das Gespräch hier zwischen uns mithören: Wenn ein Kind ein anderes anhustet, dann ist das eine ganz tolle Gelegenheit, sich darüber zu unterhalten. Es ist natürlich sehr unschön, wenn das passiert, aber da steckt ja ganz viel Potential zum persönlichen Wachstum drin und eine Schule ist ja eine Bildungseinrichtung und eine Bildungseinrichtung sollte ja wissen, wie man mit solchen Geschehnissen umgeht. 

 

Also d.h., dass man mit den Kindern spricht und den Kindern erklärt, warum man das nicht tun sollte, dass man klärt, warum ist das zustande gekommen, wie kann man anders damit umgehen, usw.. Also da steckt ganz viel Lernpotential drin. 

 

Nur, wenn man den Schritt des Gespräches nicht einleitet, dann hat irgendwie niemand etwas davon und das trägt einfach nur dazu bei, dass gesellschaftliche Missstände, so möchte ich es mal nennen,  weiterhin bestärkt werden, also dass man nicht miteinander spricht, dass man weiterhin zur Spaltung beiträgt, usw., usf.. 

 

Liebe Maria, ich danke dir von ganzem Herzen, dass du dir heute die Zeit genommen hast, dass du den Mut hattest hier mit mir zu sprechen und einen tollen Beitrag geleistet hast, dass jeder, der sich das Gespräch hier anhört, sich seine Gedanken dazu machen kann und dementsprechend handelt. Vielen Dank.

 

Maria: Danke dir, dass du wirklich Kinder und Eltern, die betroffen sind momentan durch diese wirklich manchmal absurden Maßnahmen – das kann ich anders nicht mehr benennen, weil wenn man so um sich herumguckt, sieht man es immer wieder tagtäglich. Also es entzieht sich teilweise jeglicher Logik, was da für Maßnahmen angeordnet werden. 

 

Und danke dir für dein Ohr und der Stimme, die du den Eltern und Kindern gibst. Danke.

 

Maurice: Sehr gerne.

 

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Herzlichst, Dein Maurice